Gesundheitssystem im Wandel
Nachhaltiges Gesundheitssystem
Das Schweizer Gesundheitssystem wurde in den letzten Jahrzehnten stark ausgebaut: Die Zahl der Ärzte, Pflegenden und anderer in diesem Bereich aktiven Personen hat markant zugenommen. Zudem hat eine Vielzahl technischer und pharmakologischer Entwicklungen dazu beigetragen, dass Prävention, Diagnose und Behandlung vieler Krankheiten deutlich verbessert werden konnten. Das so entstandene Gesundheitssystem ist damit einerseits sehr erfolgreich, anderseits sind die eingesetzten Ressourcen jedoch so hoch, dass sie kaum nachhaltig aufrecht erhalten werden können.
Wandel der Berufe im Gesundheitswesen
Die SAMW setzt sich seit 1999 intensiv mit den Zielen und Aufgaben der Medizin auseinander. Unter dem Schwerpunktthema «Berufsbilder und Berufsidentitäten» veröffentlichte die SAMW im Herbst 2007 den Bericht «Zukünftige Berufsbilder von ÄrztInnen und Pflegenden in der ambulanten und klinischen Praxis»; dieser stiess auf einige Resonanz. Im Juni 2009 veranstaltete die SAMW in Zusammenarbeit mit der SAGW in Bern die Tagung «Zum Wandel der Berufe im Gesundheitswesen: Aussensichten und Innensichten».
Enhancementmedizin
Die Akademien der Wissenschaften Schweiz haben 2008 das Thema «Human Enhancement», also die Veränderung oder Verbesserung nicht-pathologischer Merkmale, als Schwerpunkt aufgenommen und unter Leitung von Prof. Nikola Biller-Andorno eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Die Arbeitsgruppe soll einen Bericht zu den ethischen Fragen des «Human Enhancement» vorlegen und Empfehlungen ausarbeiten.
Studie «Human Enhancement»
Ob sich durch Medikamente die Leistung von gesunden Menschen steigern lässt, ist nicht klar. Aber dennoch werden Medikamente bereits in diesem Sinne verwendet. Beispielsweise von Studierenden, die sich auf eine Prüfung vorbereiten und erhoffen, sich besser konzentrieren zu können. In der Studie werden die derzeitigen Möglichkeiten von «Doping im Alltag» aufgezeigt und hinterfragt.
Studie «Anti-Aging Medizin - Mythos und Chancen»
Gesundheit, Wohlbefinden und jugendliches Aussehen: Das sind die Ziele der Anti-Aging Medizin. Unter dem Label Anti-Aging werden nicht nur Kosmetika, sondern zum Beispiel auch Nahrungsergänzungsmittel und Hormonersatztherapien angeboten. Welche Angebote aber leisten, was sie versprechen? Die Studie von TA-SWISS schafft einen Überblick und zeigt auf, wo Potenziale und Risiken liegen.






