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AbstractMathias Plüss, «Was Darwin wirklich meinte», Das Magazin 1/2009
Von all den Eingaben des Prix-Media-Wettbewerbs, die sich mit Darwin befassten, hat Mathias Plüss mit seinem Beitrag «Was Darwin wirklich meinte» den elegantesten und überraschendsten Ansatz gefunden. Sein Kniff, die Evolution anhand der elf populärsten Irrtümer quasi von hinten aufzurollen, ist im Prinzip eine geniale Idee. Einerseits konnte Plüss dadurch die in der Tat komplexe Theorie in verständliche und gut verdaubare Häppchen aufteilen; andererseits holte er viele Leser eben gerade bei deren Missverständnissen ab. «Der stärkste überlebt», heisst zum Beispiel der zweite Irrtum. Wer hat diesen Ausspruch nicht schon gehört! In den Köpfen der meisten Leser und Leserinnen ist der Satz so etwas wie das Grundmanifest des Darwinismus – und doch wird er der Theorie Darwins nicht gerecht. Dies zeigt Plüss in einer präzis hergeleiteten Argumentationskette klipp und klar auf. Darwins Formulierung «survival of the fittest» heisst eben nicht «Überleben der Stärksten», lehrt uns Plüss, viel mehr bedeutet es «Überleben der Geeignetsten». Oder sogar, im Umkehrschluss, noch genauer: «Eliminierung der Ungeeignetsten». Wer in seiner Umwelt nicht zurecht kommt, der stirbt aus. Das ist die eigentliche Aussage von «survival of the fittest». |
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